Der Knickarmkran – großer Arbeitsradius und Kombination mit unterschiedlichsten Lastaufnahmen

Der Knickarmkran ist eine spezielle Bauform des Auslegerkrans mit einem zusätzlichen Gelenk im Ausleger. Das Gelenk erlaubt es, den Radius des Auslegers zu verringern, zum Beispiel um Hindernisse zu umgehen und in begrenztem Maße auch hinter der Kransäule zu arbeiten wie auf folgender Skizze zu sehen ist. Der graue Bereich der Zeichnung zeigt den großen Arbeitsbereich des Knickarmkrans:

Die Position des Gelenks kann auf spezifische Arbeitsbereiche angepasst werden, sodass eine optimale und leichtgängige Bedienung möglich ist. Im Gegensatz zum Auslegerkran mit Katzfahrwerk befindet sich die Lastaufnahme des Knickarmkrans immer am Ende des Außenarms. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn ein Seilzug oder ein Seilbalancer zum Einsatz kommt. Das Antriebsaggregat des Balancers wird dann am Außenarm oder in der Nähe der Säule montiert und das Seil wird über Rollen an das Ende des Außenarms geführt. Diese Anordnung erspart dem Bediener die Masse des Seilzugs mitzubewegen und reduziert dementsprechend den Kraftaufwand bei der Bewegung des Knickarmes. Durch den Wegfall des Hubgeräts wird die verfügbare Hakenhöhe um die Abmessung des Hubgerätes vergrößert, was besonders in niedrigen Räumen vorteilhaft ist und so den Einsatz einer Hebehilfe ermöglicht.

Mit ihrer Kombination bestehend aus dem Balancer ezzFLOWsmart und dem Knickarmkran ezzLINKeco bietet Best Handling Technology ein bewährtes kompaktes Handlingssystem an.
Der ezzFLOWsmart ist elektrisch betrieben und bestens dafür geeignet, empfindliche Produkte positionsgenau zu hantieren, zu montieren oder zu fügen. Dieses intuitiv arbeitende Handlingssystem passt sich perfekt an die Bedürfnisse des Benutzers und seiner Tätigkeit an.

Anwendungsbereiche des ezzFLOWsmart liegen also vor allen in dem Bereich der Handhabung beim Fügen und Montieren von Bauteilen, wie z.B. beim Zusammenbau von Maschinen, Apparaten und Fahrzeugen, Komponenten- und Baugruppenmontage, der Beladung von Werkzeugmaschinen sowie bei der Montagehilfe für Motoren, Getriebe und Kupplungen und im Werkzeugwechsel. Darüber hinaus in vielen anderen, zumeist präzisen Handhabungsaufgaben.

Da der Balancer das Werkstück in Schwebe hält, kann der Bediener seine volle Konzentration auf seine Tätigkeit und die Präzision fokussieren, in dem er das Werkstück direkt mit seinen beiden Händen führen kann.
Die Feinabstimmung des Balancers, wie die Programmierung von Verzögerungszeiten, Rückläufen und Geschwindigkeiten, können direkt vor Ort am Display vorgenommen werden. Kein Anschließen eines PCs, keine Wartezeiten etc., dadurch bietet der ezzFLOWsmart ein Höchstmaß an Flexibilität.
Darüber hinaus gibt es keine ruckartigen Bewegungen beim Hub- und Senkprozess, sowie keine Schock-Last. Außerdem ist ein vibrationsfreier Lauf gewährleistet.

Die technischen Daten kurz im Überblick:

Die Programmierung der elektrischen Steuerung des ezzFLOWsmart wird in Deutschland entwickelt und produziert. Das ermöglicht höchste Flexibilität für kundenspezifische Anpassungen. Vielfältige Programmiermöglichkeiten erlauben die Einbindung in die übergeordnete Steuerung der Produktionslinie und ein genaues Anpassen an die Handhabungsaufgabe.

Alle Varianten des ezzFLOW werden nach Kundenwunsch jeweils für die Aufgabenstellung mit den optimierten Lastaufnahmemitteln ausgerüstet. Damit die entsprechenden Bauteile sicher, intuitiv und schnell aufgenommen werden können, ist das richtige Lastaufnahmemittel (LAM) von entscheidender Bedeutung. Sollen beispielsweise Produkte mit glatten Flächen bewegt werden, bieten sich Lastaufnahmen mit Vakuum-Saugern an. Ein oder mehrere Sauger werden optimal zum Heben der Last angeordnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Vakuumerzeugung stehen elektrische und pneumatisch angetriebene Systeme zur Verfügung. Neben den vorhandenen Ressourcen beim Anwender sind die Energiekosten ein Auswahlkriterium.
Pneumatische Vakuumerzeuger werden nur während des Hebevorgangs aktiviert und verbrauchen auch nur dann Druckluft. Die Energiekosten bei elektrischen Vakuumpumpen sind grundsätzlich geringer, sie müssen jedoch kontinuierlich betrieben werden. Die richtige Wahl der Vakuumerzeugung hängt deshalb vom Einsatzzweck ab.
Bild 4 zeigt eine Vakuum-Lastaufnahme, die mit einer elektrischen Vakuumpumpe, die im Bereich des Kranauslegers positioniert wird. Bild 5 zeigt einen pneumatisch betriebenen Vakuumsauger. Die Vakuumerzeugung ist im Sauger integriert, es ist kundenseitig nur ein Druckluftanschluss erforderlich.

Die Empfehlung des optimalen Handhabungssystems sollte unter Berücksichtigung der Anwendung von unseren Spezialisten ausgearbeitet werden, die alle Gegebenheiten vor Ort bei der Wahl des richtigen Handlingssystems berücksichtigen.